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Erster Stromer der Luxus-Marke: Nach E-Auto-Vorstellung! Ferrari-Aktie rauscht ab

Erster Stromer der Luxus-Marke: Nach E-Auto-Vorstellung! Ferrari-Aktie rauscht ab
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Rom – Ferrari hat sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Der Name: Luce, italienisch für Licht. Doch an der Börse sahen Anleger erst einmal schwarz. Nach der Präsentation des Luxus-Stromers sackte die Aktie des italienischen Sportwagenbauers am Dienstag deutlich ab. Am Vormittag lag das Papier bei 291,30 Euro, ein Minus von rund 6 Prozent.

Der Luce ist ein ungewöhnliches Modell für Ferrari: Der Wagen hat fünf Sitze, mehr als 1000 PS und soll rund 550.000 Euro kosten. Von null auf 100 km/h beschleunigt der Elektro-Ferrari in rund 2,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 310 km/h. Ferrari-Chef Benedetto Vigna (57) sagte, man habe beim Luce zuerst an das Ferrari-Fahrgefühl gedacht und erst danach an die Elektro-Technologie. Der Wagen soll sich also zuerst wie ein Ferrari anfühlen und erst danach wie ein E-Auto.

Apple-Design statt Ferrari-Kurve

Trotz dieser Leistungsdaten reagierten Anleger verhalten. Ein Grund: der Look. Der Luce wirkt glatter, futuristischer und weniger Ferrari-klassisch. Am Design arbeiteten auch Jony Ive und Marc Newson mit, die maĂźgeblich auch die Apple-Welt gestalteten. Online hagelt es Kritik. Viele Fans sehen eher ein Tech-Produkt als einen Sportwagen.

Tempo allein reicht Ferrari nicht

Einige Investoren fürchteten, Ferrari könne mit dem Modell Stammkunden vergraulen. Das Grundproblem: Ein Elektro-Sportwagen ist schnell, aber nicht automatisch begehrenswert. Extreme Beschleunigung können auch andere, etwa die chinesische BYD-Luxusmarke Yangwang mit dem U9 Xtreme. Der normale U9 startet in China bei umgerechnet rund 230.000 Euro.

FĂĽr Ferrari ist das heikel. Die Marke lebt von Sound, Rennsport-GefĂĽhl, Knappheit und Mythos. Deshalb bleibt der Konzern vorsichtig: Bis 2030 sollen nur rund 20 Prozent der Modellpalette reine E-Autos sein, der Rest Hybride und Verbrenner.

Elektro wird fĂĽr Luxusmarken zum Problem

Auch Lamborghini bremst. Die VW-Tochter hat ihr erstes E-Modell auf 2029 verschoben. BegrĂĽndung: Der Markt fĂĽr Luxus-Sportwagen sei noch nicht bereit. Wie riskant ein harter Umbau sein kann, zeigt Jaguar. Die Briten setzten radikal auf Elektro, stoppten alte Modelle und ernteten Kritik fĂĽr ihr Rebranding. In der Ăśbergangsphase brachen die Zulassungen zeitweise massiv ein. Ferrari will genau diesen Bruch vermeiden. Doch der Kursrutsch zeigt: Anleger zweifeln, ob der Spagat gelingt.

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