Aus. Aus. Aus. Wir sind bei der Eishockey-WM in der Schweiz in hohem Bogen rausgeflogen. Es gab keine SchĂĽtzenhilfe von Ungarn gegen Lettland.
Die acht besten Teams spielen um die Medaillen, wir fahren in den Urlaub. Eisschmelze, null Prämie (nur bis Platz acht). Noch 2023 stand unser Team in Tampere im WM-Finale und holte unter Bundestrainer Harold Kreis (67) Silber (2:5 gegen Kanada). Sowohl bei den letztjährigen Titelkämpfen in Herning (Dänemark) als auch jetzt in Zürich erreichte das deutsche Team nicht das Viertelfinale, das Minimalziel des Verbandes. Bei Olympia 2026 in Mailand spielte man mit all unseren NHL-Stars um Leon Draisaitl (30, Edmonton) ebenso ein enttäuschendes Turnier. Fliegt jetzt Bundestrainer Kreis, der zweifellos seine Verdienste hat und noch bis 2027 unter Vertrag beim DEB steht?
WM-Analyse nächste Woche
Sportchef Christian Künast (54) beantwortete die Frage nicht eindeutig und verwies auf eine umfassende Analyse in der nächsten Woche. BILD meint: Rückendeckung sieht anders aus.
Alternativen mit Blick auf die Heim-WM 2027 wären Uwe Krupp (60), Ex-NHL-Profi Korbinian Holzer (38) oder der frühere Co-Trainer von Marco Sturm (47, Boston), Mat McIlwain (40, San Diego, AHL). Den mögen alle Spieler.
Die besten deutschen Profis, Kapitän Moritz Seider (25, Detroit) und Stürmer Frederik Tiffels (31, Berlin) sparten nicht mit Kritik. Seider: „Wir gewinnen gegen die vermeintlich Schwachen der Welt und es soll alles wieder gut sein? Das ist nicht die Realität, es wäre sehr viel mehr drin gewesen.“ Tiffels: „Eine Enttäuschung. “ Schließlich fehlten bei den Top-Nationen USA, Schweden und Tschechien die Stars.
Oft wird alles schöngeredet. NHL-Profi Josh Samanski (24, Edmonton) auf die Frage, ob wir uns wieder mit den „Kleinen“ messen müssen: „Wenn man ein Spiel gegen Lettland verloren hat, soll man nicht immer alles schlechtreden. Dass wir uns jetzt mit den Kleinen messen müssen, ist Schwachsinn“. Völliger Realitätsverlust!
Kreis: „Bei unseren Special Teams hätten wir mehr PS auf die Straße bringen können.“ Doch dafür ist doch der Cheftrainer mit seinem Co.-Trainer Mark French (55, Ingolstadt) auch verantwortlich gewesen!
Es muss mit Blick auf die Heim-WM 2027 ein Ruck durch das deutsche Eishockey gehen. Alle mĂĽssen wieder gern zur Nationalmannschaft kommen und nicht aus Frust oder z.B. der Organisation der eigenen Hochzeit absagen.
Anzeige: „Die Eishockey-WM 2026 auf Sporteurope.TV. Alle 64 Spiele live, davon 43 exklusiv!“