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Acker statt Straße: Ex-VW-Chef Diess baut jetzt E-Trecker

Acker statt Straße: Ex-VW-Chef Diess baut jetzt E-Trecker
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München – Früher ging es für ihn um Golf, ID.3 und Porsche. Jetzt um Akku, Acker und Anbaugeräte. Der frühere VW-Chef Herbert Diess (67) will unter die Trecker-Bauer gehen. Für 2027 kündigt der Manager einen neuen Elektro-Traktor für Landwirte und kommunale Betriebe an. Das Unternehmen nennt er DIESS E-Agrartechnik AG, Sitz ist München.

Ein Auto-Boss auf dem Acker? Ganz so schräg ist das gar nicht. Schließlich fing auch Lamborghini einmal mit Traktoren an, bevor die Marke später für Supersportwagen berühmt wurde. Bei Diess läuft es nun gewissermaßen andersherum: vom Autokonzern zum Trecker.

Landluft ist ihm nicht fremd

Ganz fremd ist Diess das Landleben ohnehin nicht. Nach früheren Angaben ist er oft in Spanien, wo er ein kleines Hotel betreibt, samt Rinderzucht und Birnenplantage. Diess präsentiert sein neues Projekt als Elektro-Komplettpaket für den Hof: Traktor, Wechselakku, Ladestation, später sogar autonome Landmaschinen. Der wichtigste Satz für Landwirte dürfte aber sein: Die Betriebskosten sollen nach Diess’ Rechnung um rund 50 Prozent niedriger liegen als bei vergleichbaren Diesel-Modellen.

Ganz neu ist Diess’ Trecker-Leidenschaft allerdings nicht. Schon bei VW wurde unter seiner Führung an E-Traktoren gearbeitet. In Ruanda startete der Konzern später das Projekt „GenFarm“: E-Traktoren, Solaranlagen, Wechselakkus, dazu Schulungen für Landwirte. Das Afrika-Projekt war gewissermaßen der Testlauf.

Sonne statt Diesel

Jetzt will Diess die Idee offenbar unter eigenem Namen weiterentwickeln. Die Idee dahinter: Viele Bauern haben längst große Solaranlagen auf Scheunen und Ställen. Der Strom für den Trecker könnte also im besten Fall vom eigenen Dach kommen. Statt Diesel von der Tankstelle: Sonne vom Hof.

2027 soll es losgehen

Technische Details nennt Diess bislang kaum. Wie teuer der E-Trecker wird, wie stark er ist und welcher Landmaschinen-Partner dahintersteckt, ist offen. Die Namen der Partnerfirmen nannte Diess ebenfalls nicht. Nur den Termin setzt er schon: Die Produktentwicklung sei „voll im Zeitplan“, erste Fahrzeuge sollen 2027 ausgeliefert werden.

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