Berlin – Legionellenalarm in einem Berliner Seniorenheim! Aktuell wird der Tod zweier Senioren untersucht. Fünf Bewohner kamen in eine Klinik, sind aber inzwischen wieder entlassen worden.
Legionellen werden via Wasserdampf übertragen, beispielsweise beim Duschen. In hoher Konzentration können die Bakterien die gefährliche Legionärskrankheit auslösen. Grundsätzlich sind Heime besonders sensible Einrichtungen, weil dort gesundheitlich vorbelastete Menschen leben.
Befall offenbar schon seit Frühjahr bekannt
Das Heim wird von den Johannitern betrieben, die den Befall nach BILD-Information schon im Frühjahr an Hauseigentümer Berlinovo gemeldet hatten. Nach unbestätigten Gerüchten blieb das Problem dort aus Personalmangel unbearbeitet. Finanzsenator Stefan Evers (46, CDU) wird vor Ort in der Tegeler Einrichtung erwartet – er ist Aufsichtsratschef der Berlinovo.
Ob die beiden Heimbewohner wirklich an Legionellen gestorben sind, wird derzeit noch untersucht. Bei einem der Verstorbenen könnte auch eine andere Todesursache vorliegen, wie BILD erfuhr.
Der letzte große Legionellen-Befall in Deutschland kostete ebenfalls zwei Menschen das Leben: In einem Fußpflegesalon in Ulm infizierten sich zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 insgesamt 21 Kunden, zwei starben.