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XXL-Haushalt: Schulden kosten uns bald 154.000 Euro pro Minute

XXL-Haushalt: Schulden kosten uns bald 154.000 Euro pro Minute
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Berlin – Wichtiger Tag für unser Geld! Die Bundesregierung hat den Haushalt für 2027 und den Finanzplan bis 2030 beschlossen. Damit entscheidet Schwarz-Rot, wofür unsere Steuermilliarden im kommenden Jahr ausgegeben werden. Fest steht: Viele werden nur für Zinsen draufgehen – denn auf Deutschland kommt der Schulden-Schock zu.

Hintergrund: Finanzminister Lars Klingbeil plant 2027 mit XXL-Ausgaben von rund 555 Milliarden Euro. Das sind rund sechs Prozent mehr als in diesem Jahr – und mehr als die Staatskasse hergibt. Richten sollen es mehr Steuern (u.a. auf Zigaretten und Alkohol). Aber vor allem neue Mega-Schulden: 204 Milliarden Euro sind veranschlagt! Bis 2030 sollen es sogar rund 1 Billion Euro (1000 Milliarden) werden.

Problem: Für das Extra-Geld muss Deutschland ordentlich Zinsen zahlen. Und die explodieren. 2027 werden es 115 Millionen Euro pro Tag sein. 2030 wird es noch heftiger: Dann rechnet die Regierung mit 222 Millionen Euro für Zinsen täglich – das sind knapp 154.000 Euro pro Minute!

Deutschland in der „Zins-Zange“

Für 2027 bedeutet das: Von jedem Steuer-Euro, den Bürger zahlen, gehen rund 8 Cent nur für Zinsen flöten. Geld, das Schulen, Straßen, Krankenhäuser und das Militär dringend bräuchten.

Reiner Holznagel (50), Steuerzahlerbund-Präsident, warnt in BILD vor der „Zins-Zange“, die Deutschland lahmlege. Der Haushalt sei eine „Mogelpackung“. Der Experte: „Die Ausgaben steigen immer weiter und es wird nicht gespart.“ Zudem würden Bürger nicht entlastet, „viele werden künftig weniger netto haben als bislang“.

Kritik am Haushalt auch aus der CDU

Grünen-Haushaltspolitikerin Katharina Beck (44) spricht von einer „höchst problematischen Entwicklung“. Die Zins-Explosion sei „unverantwortlich“.

Und FDP-Chef Wolfgang Kubicki (74) wirft Kanzler Friedrich Merz vor, sich „vollends von seinem Versprechen solider Staatsfinanzen“ zu verabschieden. Er und Klingbeil würden sich mit „ihrer Schuldenorgie an der Zukunftsfähigkeit unseres Landes versündigen“.

Und selbst aus den eigenen Reihen kommt Kritik. Nach BILD-Info warnte JU-Chef Johannes Winkel (34) bei der CDU-Vorstandssitzung mit Blick auf den Haushalt: Es bereite ihm „große Sorgen, dass wir jedes Jahr 200 Milliarden Euro Schulden und mehr machen.“

Übrigens: Der größte Teil eines Steuer-Euro (36 Cent) geht ans Arbeitsministerium von Ministerin Bärbel Bas. Rund 20 Cent fließen in die Verteidigung.

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