New Jersey – Brasilien fordert die Rote Karte für einen WM-Schiri! Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat eine offizielle Beschwerde bei der Fifa eingereicht. Auslöser ist ein aberkanntes Tor von Real-Superstar Vinicius Jr. – und die Forderung hat es in sich! Die Brasilianer fordern, dass der mexikanische Schiedsrichter César Arturo Ramos kein Spiel mehr bei der Fußball-Weltmeisterschaft pfeifen darf!
Es geht um die 21. Minute des letzten Gruppenspiels der Gruppe C zwischen Brasilien und Schottland: Vinicius Jr. hatte dem Schotten Jack Hendry den Ball abgenommen und Torwart Angus Gunn überwunden. Ramos erkannte den Treffer zunächst an und zeigte auf den Mittelkreis. Doch dann griff der VAR ein! Nach der Überprüfung nahm Ramos das Tor wegen eines vermeintlichen Fouls im Vorfeld zurück.
Die Mannschaft von Carlo Ancelotti tobte! Die Brasilianer meinten, der Kontakt sei zu gering, um einen VAR-Eingriff wegen eines „klaren und offensichtlichen“ Fehlers zu rechtfertigen.
Weil er ein Tor nicht gab! Brasilien fordert Rauswurf von WM-Schiri
CBF-Präsident Samir Xaud wandte sich sogar anschließend direkt an Fifa-Präsident Gianni Infantino. Er kritisierte nach Angaben des Verbandes die mangelnde Konstanz der Schiedsrichterentscheidungen während des gesamten Turniers.
Der CBF fordert deshalb jetzt ausdrücklich: Ramos darf bei der WM zur Strafe nicht mehr zum Einsatz kommen! In einem Dokument, das der brasilianischen Zeitung Estadao vorliegt, verweist der Verband auf eine „negative Vorgeschichte“ mit dem Schiedsrichter. Zur Begründung erinnert der CBF an das Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2018 gegen die Schweiz. Damals seien den Brasilianern ein klarer Elfmeter und ein Foul vor dem Schweizer Ausgleichstreffer nicht gegeben worden. Der Verband argumentiert deshalb, Ramos hätte wegen der früheren Spannungen gar nicht erst für dieses Spiel nominiert werden dürfen.
In seinem Schreiben führt der CBF zudem ein Tor von Lionel Messi für Argentinien gegen Österreich im Verlauf des Turniers an. Nach Ansicht des Verbandes seien ähnliche Fouls vor Toren bei anderen Nationen akzeptiert worden, während Brasilien dafür bestraft worden sei.
In dem Dokument heißt es außerdem: Die Kein-Tor-Entscheidung sei nicht nur für die brasilianische Mannschaft, sondern auch für die schottischen Spieler unerwartet gekommen, da deren unmittelbare Reaktionen darauf schließen ließen, dass sie weder eine Überprüfung noch die anschließende Annullierung des Tores erwartet hatten.