Köln (NRW) – Es war ein Schock-Fund, den Polizisten Anfang Juni am Rheinufer machten. Auf einer Sandbank in der Nähe des Niehler Hafens in Köln entdeckten Beamte den leblosen Körper eines jungen Mannes. Auch vier Wochen später wissen die Ermittler nicht, wer der Tote war. Und suchen nun mit Fotos seiner Tattoos nach Menschen, die seine Leiche identifizieren können.
Die Hoffnung ist groß, denn der Mann hatte viele prägnante Erkennungsmerkmale. „Der Körper ist neben Borderline-Verletzungen mit einer Vielzahl an Tätowierungen versehen, auch im Bereich des Gesichtes. Anhand der Bekleidung kann die Person der Cosplay-Szene zugeordnet werden“, schreibt die Polizei. War er auf der Manga-Convention in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), die stattfand, kurz bevor sein Leichnam in Köln gefunden wurde?
Der Tote trug Rock und rote Ohrringe
Der Tote ist etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, könnte zwischen 20 und 30 Jahren alt sein. Die Polizei beschreibt sein Aussehen als „weibliches Erscheinungsbild mit langen Haaren, Rock und gemachten Fingernägeln, roten Ohrringen, silberfarbenem Ring“. Er trug zwei Jacken (beige und schwarz), ein T-Shirt mit Mangafigur und einen kurzen Rock mit weißem Gürtel sowie schwarzen Leggings.
Todesursache unklar
„Auffällig sind ausgeprägte Narben an beiden Armen sowie an den Oberschenkeln. Weitere Merkmale sind Tätowierungen auf der linken Gesichtshälfte: ein Herz sowie zwei Schriftzeichen.“ Unklar ist bislang, wie der Mann zu Tode kam. Ein Suizid könne nicht ausgeschlossen werden.