Buxtehude/Madrid (Spanien) – Gerettet aus dem Flammeninferno! Stundenlang lebten ihre Eltern in Deutschland in Angst um ihr Leben. Dann kam endlich die erlösende Nachricht: Sophie* (10) und Isabella* (7) aus Buxtehude sowie ihre Großmutter Patricia (69) wurden gemeinsam mit ihren zwei Katzen aus dem Waldbrandgebiet in Spanien in gerettet und in sicherheit gebracht.
Zuvor hatten die beiden Schwestern und ihre Oma dramatische Stunden durchlebt. Rund um sie tobten mehrere Großbrände, wichtige Straßen waren gesperrt, die Flammen rückten immer näher. Zeitweise gab es für die Familie keinen sicheren Ausweg mehr.
Flammen umzingeln Schwestern und Oma
Dabei hatten sich die Mädchen auf unbeschwerte Sommerferien bei ihrer Großmutter gefreut. Reiten, Zeit mit ihren Lieblingspferden verbringen, die Sonne Spaniens genießen – doch stattdessen wurden sie Zeugen einer beängstigenden Feuerkatastrophe.
Als die Flammen ihrer Wohnung im Ort Sotillo de la Adrada in der Provinz Ávila bedrohlich nahe kamen, ergriff die Großmutter am Freitagabend die Flucht. Gemeinsam mit ihren Enkelinnen stieg sie ins Auto. Doch wohin? Über Stunden irrten die drei durch die Region. Notunterkünfte wurden noch vorbereitet, Straßen Richtung Madrid waren bereits gesperrt.
Eltern in Deutschland erleben Albtraum
Aus hunderten Kilometern Entfernung verfolgten Olaf K. (52) und seine Frau (40) die dramatischen Entwicklungen. „Unsere Kinder und ihre Großmutter befinden sich damit unmittelbar im Gefahrengebiet. Als Eltern machen wir uns größte Sorgen um ihre Sicherheit und ihr Leben“, sagte der Vater zu BILD. Sein Auto hat er bereits vollgetankt, gleichzeitig prüft seine Frau die Flüge nach Madrid.
„Meine Familie ist in den Flammen eingeschlossen“
„Meine Familie ist in den Flammen eingeschlossen“, schilderte der Vater am Samstagmorgen die verzweifelte Lage gegenüber BILD. Besonders beängstigend: Gleich drei große Waldbrände wüteten gleichzeitig in Burgohondo, San Martín de Valdeiglesias und Almorox. Nach Angaben der Behörden erreichten die Feuer schließlich sogar Sotillo de la Adrada.
Die Familie fordert nun mehr Unterstützung für die von den Bränden betroffenen Regionen. „Uns geht es nicht nur um das Leben unserer Familie, sondern auch um den Schutz der vielen anderen Menschen, die von diesen verheerenden Waldbränden bedroht sind“, so der Vater. Auch der Pferdehof, auf dem seine Töchter ihre Ferien verbringen wollten, ist inzwischen von den Flammen bedroht.
(* Namen zum Schutz der Kinder von der Redaktion geändert)