Blitz-Eskalation zwischen Fifa und Uefa! Nur wenige Stunden nachdem Infantinos Pläne zur Privatisierung der Fußball-WM bekannt wurden, dringen erste mögliche Reaktionen der Uefa nach außen. Sogar von einem Boykott von Fifa-Wettbewerben – dazu gehören u.a. die WM, aber auch die Fifa-Klub-WM – ist die Rede. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Hintergrund sind die Pläne der Fifa bzw. ihres Präsidenten Infantino. Dieser plant eine Privatisierung der Fußball-WM, indem Investoren aus der Wirtschaft einbezogen werden. Er will also die WM verkaufen!
WM ohne Deutschland, England, Frankreich oder Spanien?
Ein Boykott würde bedeuten, dass z.B. Deutschland oder Weltmeister Spanien nicht an einer WM-Endrunde teilnehmen würden. Beim jüngsten Turnier in den USA, Kanada und Mexiko kamen sechs der acht Viertelfinalisten aus Europa.
Den Berichten zufolge, wird in der Uefa darüber diskutiert, wie Vereine und Mitgliedsverbände Fifa-Veranstaltungen boykottieren könnten.
Allerdings gibt es von der Uefa, auch auf Nachfrage, noch kein offizielles Statement zu eventuellen Boykott-Plänen. Auch die Fifa hält sich bisher öffentlich noch zurück.
Die Uefa teilte bislang in einem Statement gegen die Fifa-Pläne aus, schrieb: „Damit wird eine Grenze überschritten, die die Führungsgremien des Fußballs niemals überschreiten sollten. Die Uefa nimmt die Angelegenheit äußerst ernst. Das sollte auch jeder nationale Fußballverband tun. Ebenso alle Beteiligten: Ligen, Vereine, Spieler, Fans, Regierungen und alle, denen die Zukunft des Fußballs am Herzen liegt.“
Die Fifa versucht, das Thema kleinzuhalten. Sie verspricht, dass die WM-Endrunde unter Kontrolle der Fifa bleibt. Investoren dürfen lediglich Minderheitsanteile ohne Kontrollbefugnisse erwerben. Laut Fifa haben die Pläne erhebliche wirtschaftliche und infrastrukturelle Vorteile für die Mitglieder.
Die europäischen Top-Klubs, aber auch Stars wie Weltmeister Rodri (30/Manchester City), beklagen schon lange eine Überlastung der Spieler, warnen vor zunehmender Verletzungsgefahr.