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Schon 413.000 Metaller auf der Straße: Chefin der Arbeitgeber warnt: „Warnstreiks kosten Millionen“

Schon 413.000 Metaller auf der Straße: Chefin der Arbeitgeber warnt: „Warnstreiks kosten Millionen“
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Bremen – Seit einer Woche laufen die bundesweiten Warnstreiks in der wichtigen Metall- und Elektroindustrie mit insgesamt 3,7 Millionen Beschäftigten. Seitdem gingen nach Angaben der IG Metall bereits 413.000 Arbeiter auf die Straße, um ihren Forderungen im Tarifstreit Nachdruck zu verleihen. Auch nach der dritten Verhandlungsrunde in vielen Bezirken scheint eine Einigung in weiter Ferne. In BILD mahnt eine Arbeitgeber-Chefin allerdings zur Eile – und warnt vor enormen wirtschaftlichen Schäden.

Lena Ströbele (43) ist Geschäftsführerin der Lürssen Werft in Bremen und Verhandlungsführerin des Arbeitgeberverbands Nordmetall (verhandelt für Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Teile Niedersachsens). „Es muss jetzt schnell zu einer Einigung kommen“, fordert sie in BILD. Jeder Streiktag verursache hohe Kosten. „Die Warnstreiks in der letzten Tarifrunde haben bundesweit mehr als 27 Millionen Euro gekostet.“

IG Metall: „Minusangebot der Arbeitgeber“

Die Vorstellungen liegen meilenweit auseinander. Die IG Metall fordert u. a. ein Lohnplus von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite hat eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttoentgelts (rund 660 Euro) im kommenden Jahr und eine Tariferhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 angeboten. IG-Metall-Chefin Christiane Benner spricht von einem „Minusangebot der Arbeitgeber“: „Pauschale Sparprogramme zur Renditesicherung und Lohnverzicht sind mit uns nicht zu machen.“

„Man kann die schwierige Lage nicht wegstreiken“

Nordmetall-Vizepräsidentin Ströbele verweist auf die wirtschaftliche Krise in der Branche: „Was würde passieren, wenn ich die Fünf-Prozent-Forderung unterschreibe? Viele Unternehmen können das gar nicht bezahlen. Betriebe würden aus der Tarifbindung aussteigen, noch mehr Investitionen ausbleiben, noch mehr Arbeitsplätze abgebaut oder ins Ausland verlagert. Man kann die schwierige Lage nicht wegstreiken.“

Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern und Investitionen in Deutschland zu halten. „Wir werden nicht alle Arbeitsplätze retten können, aber jeder Einzelne zählt.“ Seit 2019 seien bereits 350.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie verschwunden. „Wenn wir die Kostenspirale nicht in den Griff bekommen, sind bundesweit weitere 300.000 Arbeitsplätze gefährdet“, sagt Ströbele zu BILD und ergänzt: „Wir können nicht nur übers Geld reden und uns ansonsten vor den großen Problemen wegducken. Wir müssen zwingend auch über langfristige kostengünstigere Strukturen sprechen.“

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