Frankfurt – Überraschendes Geständnis im „Reichsbürger“-Prozess! Der frühere Elite-Soldat Peter Wörner (58) hat nun am Oberlandesgericht in Frankfurt zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung genommen. Der Angeklagte hat eingeräumt: Er hat das Bundestagsgebäude im Vorfeld einer geplanten „militärischen Aktion“ ausspioniert.
Wörner war Soldat beim Kommando Spezialkräfte (KSK), der Eliteeinheit der Bundeswehr. Seit Mai 2024 steht er vor dem Staatsschutzsenat in Frankfurt. Die Anklage: Hochverrat und Gründung einer terroristischen Vereinigung. Er und seine Mitangeklagten hätten über eine „militärische Aktion“ am Bundestag gesprochen, gestand er. Darüber berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
Die berüchtigte Führung durch den Reichstag, die die mitangeklagte Ex-AfD-Politikerin Birgit Malsack-Winkemann (61) stets „touristische Aktion“ nennt, habe tatsächlich diesem Spionage-Plan gedient. Und Malsack-Winkemann? Die habe davon gewusst, sagte Wörner. Beide hätten vorab darüber gesprochen. Klar sei auch gewesen: Bei der geplanten Aktion sollten Waffen eingesetzt werden.
Wörner vertraute auf Hellseher
Dass dabei jemand sterben könnte, will Wörner nicht angenommen haben. Sein Vertrauen setzte er in die Vorhersagen eines Hellsehers. Der habe ihm versichert: „Bei der Aktion fällt kein Schuss.“ Wörner soll dem Mann namens Thomas T. auch deshalb vertraut haben, weil dieser ihm eine große Liebe für 2025 und eine Hochzeit 2026 vorausgesagt hatte. Doch dazu kam es nicht. Seit 2024 sitzt er in Untersuchungshaft.
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Wörner sieht sich selbst als Opfer von Drahtziehern. Die eigentlichen Hauptschuldigen seien drei andere: Thomas T., die inzwischen verstorbene Astrologin Hildegard L. sowie der in Stuttgart angeklagte Marco v. H. Sie hätten die Gruppe mit immer neuen Geschichten über ein bevorstehendes Eingreifen einer mysteriösen „Allianz“ manipuliert. Die Frankfurter Angeklagten hingegen hätten alle nur helfen wollen: „Wir haben ihnen geglaubt – das war unser Verbrechen.“ Ex-AfD-Politikerin Malsack-Winkemann soll laut Wörner von der Astrologin versprochen bekommen haben, in einem „neuen Deutschland“ Justizministerin zu werden. Die Angeklagte selbst hat das stets bestritten.