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Privatinsel für 220.000 Euro: Deutscher verkauft sein Paradies in Kanada

Privatinsel für 220.000 Euro: Deutscher verkauft sein Paradies in Kanada
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Wer träumt nicht von einer eigenen Insel? Für Matthias Roß aus Kahl am Main wurde dieser Traum tatsächlich wahr. Der heute 44-Jährige gewann 2005 bei einer spektakulären Verlosung des Süßigkeiten-Riesen Haribo eine Privatinsel in Kanada. Jetzt trennt er sich von seinem kleinen Paradies. Der Preis: rund 220.000 Euro.

Die „Back Lake Islands“ liegen in der kanadischen Provinz Nova Scotia im Osten des Landes. Wer dorthin will, braucht Geduld: Nach dem Flug über den Atlantik geht es stundenlang durch die Wälder Kanadas, ehe eine Bootsfahrt auf das abgelegene Eiland folgt. Die Insel liegt auf dem Back Lake, rund 30 Minuten von der Kleinstadt Shelburne entfernt.

Von Thomas Gottschalk übergeben

Dabei war die Übergabe des Gewinns einst selbst ein kleines TV-Spektakel. Das damalige Haribo-Werbegesicht Thomas Gottschalk reiste nach Kanada und übergab die Insel persönlich. „Dann kam Thomas Gottschalk mit einem Quad angefahren, und ich sprang hinten drauf“, sagte Roß dem Main-Echo. Mit dem Boot ging es anschließend auf die Insel. Die Blockhütte musste erst noch gebaut werden.

Was die Insel alles zu bieten hat

Aus dem Gewinn wurde über die Jahre ein echtes Familienprojekt. Eine kanadische Firma errichtete ein 85 Quadratmeter großes Blockhaus. Luxus gibt es dort allerdings nicht. Das Wasser wird per Pumpe direkt aus dem See geholt, Strom kommt über Solarzellen und Autobatterien. Dazu eine Kompost-Toilette. In den vergangenen 21 Jahren verbrachte Roß mindestens einmal jährlich mehrere Wochen auf seiner Privatinsel. Zum Alltag im Urlaub gehörten dort Angeln, Lagerfeuer, Holz machen und Hummer essen.

Doch die Idylle in der Natur hat ihren Preis. Die Insel ist etwa 6,5 Hektar groß, also ungefähr so groß wie knapp neun Fußballfelder. Auf dem Grundstück stehen neben der Hütte auch ein Schuppen, ein kleiner Steg sowie zwei Boote.

Warum die Immobilie verkauft wird

Vor allem seine Eltern investierten viel Zeit in die Pflege der Immobilie und verbrachten regelmäßig mehrere Monate vor Ort. „Sie haben das Ganze in Schuss gehalten und viel Arbeit hineingesteckt“, so der Verkäufer gegenüber dem Main-Echo. Doch die beiden scheuen nun den langen Weg in Kanadas Wildnis.

Hinzu kommen laufende Kosten. „Kanada verlangt eine jährliche Grundsteuer von 2500 Euro.“ Dazu kommen Flüge und Mietwagen. Daher soll die ehemalige Haribo-Trauminsel in neue Hände übergeben werden. Anbieter ist der Makler Vladi Private Islands.

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