Kasalla – Damit kann er nicht gut umgehen. Sportlicher Ehrgeiz steht bei Thorsten Legat (57) an oberster Stelle. Umso ärgerlicher, dass sein Projekt „From Zero to La Liga“ größere Startprobleme mit sich bringt als erwartet …
Nächster Germania-Dämpfer. Für Legat läuft es noch nicht rund.
Der Ex-Profi und spätere Reality-Star ist Mitbegründer und Chefcoach vom FC Germania Mallorca, dem ersten deutschen Fußballclub auf der beliebten Baleareninsel (BILD berichtete). Innerhalb der nächsten acht Jahre will er mit seinen Jungs aus der untersten bis in die höchste spanische Liga durchmarschieren. Um sich dort auf Augenhöhe mit Gegnern wie Real und Atlético Madrid oder dem FC Barcelona zu messen.
Klingt verrückt – und ist es womöglich auch. Denn inzwischen stellt sich heraus, dass dieser Traum offenbar nicht ganz so leicht umzusetzen ist wie erhofft. So gab's jetzt gegen das Team von Cala D‘Or mit 2:4 bereits die zweite Pleite im sechsten Spiel. Die Tuchfühlung zur Spitze ist damit erst einmal abgerissen.
Dabei war die klare Vorgabe zu Beginn der Meisterschaftsrunde, möglichst ungeschlagen zu bleiben. Legat ist nach wie vor davon überzeugt, dass seine Truppe die nötige Qualität dafür besessen hätte. Umso frustrierter reagiert er nun auf die unerwarteten Rückschläge. Der „Kasalla-King“ ist enttäuscht: „Schade, gegen Cala D’Or haben wir richtig gut in die Begegnung gefunden und das Geschehen anfangs klar dominiert. Dann aber unterlief unserem Keeper Didzilatis ein blöder Patzer zum 0:1. Danach mussten wir uns erst einmal schütteln, konnten jedoch schnell wieder das Geschehen an uns reißen.“
Mit der Folge, dass seine Truppe zur Pause durch Tore von Danny Förster (24.) und Félix Westphal (45.) völlig verdient mit 2:1 führte. Nach dem Seitenwechsel drehte der gastgebende Tabellenzweite plötzlich auf – und die Partie durch drei Treffer in der 54., 79. und 91. Minute. Denen jeweils individuelle Fehler der Germanen vorausgingen.
Legat sauer: „Ich hab's kommen gesehen. Anstatt wie besprochen den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen und aus einer gesicherten Defensive auf Umschaltmomente zu lauern, haben wir im zweiten Durchgang die Kugel immer wieder leichtfertig hergeschenkt. So kannst du am Ende auch nicht gewinnen.“
„From Zero to La Liga“ – noch hat der FC Germania diese Vision nicht aufgegeben. Doch jede weitere Pleite lässt sie ein Stückchen mehr bröckeln. Legats deutliche Kampfansage: „Wer hinfällt, muss wieder aufstehen können. Nur wenn wir an uns selber glauben, werden wir auch unsere Ziele erreichen.“
Was es in den nächsten Wochen zu beweisen gilt ...