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Montserrat Alvarado: Papst macht sie zur Chefin aller Vatikan-Medien

Montserrat Alvarado: Papst macht sie zur Chefin aller Vatikan-Medien
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Rom – Der Vatikan spricht ab sofort mit Frauenstimme: Die in Mexiko geborene US-Amerikanerin Montserrat Alvarado (39) übernimmt an diesem Sonntag die Leitung der vatikanischen Kommunikation. Weil das Amt 2000 Jahre lang Männern vorbehalten war und der Kirchenstaat nicht gendert, lautet ihr offizieller Titel „Präfekt des Dikasteriums für die Kommunikation“. Alvarado ist 31 Jahre jünger als Paolo Ruffini (70), den Papst Leo XIV. (71) jüngst in den Ruhestand verabschiedet hat.

Die Aufgaben der Politikwissenschaftlerin, die zuletzt als Journalistin für das katholische Mediennetzwerk EWTN gearbeitet hat, sind von gewaltiger Vielfalt: von Radio Vatikan über den Buchverlag, die Druckerei, die Video- und Fotoabteilung, das Online-Angebot bis zum Pressesaal des Heiligen Stuhls. Alvarado wird über Nacht Chefin von über 500 Mitarbeitern – und macht schon vor Dienstantritt klar, dass bald ein neuer Wind durch den Kirchenstaat weht: „Es ist der Moment, in dem digitale und herkömmliche Formen der Kommunikation zusammenkommen.“

Sie will die italienischen Männer verstehen

Ausgesucht hat sie Papst Leo persönlich. Wohl wissend, dass es bislang, von wenigen Ausnahmen abgesehen, italienische Männer sind, die die Fäden in der Hand halten. Deren Sprache und Mentalität zu erlernen, bezeichnete Alvarado unlängst als eine der für sie derzeit anstehenden Herausforderungen. Sie selbst spricht fließend Englisch, Spanisch und Französisch.

Als Vorbild für Personalführung verwies Alvarado auf die New Yorker Football-Trainerlegende Vince Lombardi (†1970) und dessen Philosophie: „Du hast alle Spieler, die du brauchst, aber sie spielen auf der falschen Position. Also musst du die Dinge vielleicht neu ordnen, oder wir entdecken etwas ganz Neues.“

Trotz des großen Karrieresprungs gilt „Montse“, wie Kollegen sie nennen dürfen, als bodenständig. Sie werde keinesfalls eine eigene Vision durchsetzen, sondern das „umsetzen“, was Papst Leo von ihr erwarte, sagte sie. Und: Sie wolle „denen zuhören, die uns folgen“ und „auch die Nachrichten ans Licht bringen, über die derzeit niemand berichtet“.

Während Alvarados berufliche Biografie glänzt, verlief in ihrem Privatleben offenbar nicht alles nach Plan. In einem Interview sprach die Amerikanerin davon, dass ihre Ehe annulliert, also kirchenrechtlich für nichtig erklärt wurde.

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