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Mitarbeiterin soll Mitglied von Schleuserbande gewesen sein: Stadt Köln annuliert ihre Aufenthaltstitel

Mitarbeiterin soll Mitglied von Schleuserbande gewesen sein: Stadt Köln annuliert ihre Aufenthaltstitel
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Köln – Die Stadt Köln zieht Konsequenzen aus dem Scheinehen-Skandal in ihrem Ausländeramt. Sie hat die betroffenen Fälle der früheren Sachbearbeiterin Subha L. (37) aus dem Ausländeramt Ehrenfeld überprüft. Aufenthaltstitel, die dabei als rechtswidrig erteilt aufgefallen sind, hat sie zurückgenommen. Damit äußert sich die Stadt zum ersten Mal zu dem Fall.

„Die betroffenen Vorgänge der ehemaligen Mitarbeiterin wurden umfassend auf die Rechtmäßigkeit der Aufenthaltstitel untersucht. Die rechtswidrig festgestellten Erteilungen wurden bereits durch entsprechende Rücknahmeentscheidungen aufgehoben“, teilt die Stadt auf BILD-Anfrage mit.

Subha L. soll Teil einer Schleuserbande gewesen sein und gegen Geld illegale Aufenthalte in Deutschland ermöglicht haben. Seit Ende vergangenen Jahres sitzt sie in U-Haft. Nach eigenen Angaben hat die Stadt unmittelbar nach Ermittlung, Durchsuchung und Festnahme „personal- und disziplinarrechtliche Maßnahmen“ ergriffen. Inzwischen arbeitet die Frau nicht mehr für die Stadt.

Auch intern hat die Stadt nachgebessert. Mehrere Veränderungen sollen sicherstellen, dass „bspw. die Häufung bestimmter Fallkonstellationen noch schneller auffällt“.

So soll der Scheinehen-Trick funktioniert haben

Wie BILD am Montag exklusiv berichtete, soll Subha L. gemeinsam mit ihrem Mann und zwei weiteren Beschuldigten Scheinehen zwischen Bulgarinnen und Indern auf Zypern arrangiert haben. Die Anträge auf Aufenthaltsgenehmigung soll sie anschließend selbst bearbeitet und genehmigt haben. Insgesamt sollen sie und ihr Mann so rund 76.000 Euro kassiert haben.

Jüngster Beschuldigter will gestehen

Der Prozess gegen Subha L. und die drei weiteren Beschuldigten soll im Februar 2027 am Landgericht Darmstadt beginnen. Eine wichtige Rolle dürfte dabei Kuljeet S. (26) spielen, das jüngste mutmaßliche Mitglied der Bande.

„Mein Mandant wird sich vollumfänglich geständig einlassen und sieht das verwirklichte Unrecht ein“, sagt sein Strafverteidiger Marc Piel auf BILD-Anfrage.

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