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Juri Knorr: Warum Handball-Star fast bei Werder Bremen gelandet wäre

Juri Knorr: Warum Handball-Star fast bei Werder Bremen gelandet wäre
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„Wie viel Juri Knorr bleibt übrig, wenn er das Trikot ausgezogen, den Ball weggelegt hat, das Scheinwerferlicht ausgegangen ist und die Ränge leer sind? Wer ist der Spielmacher der Nationalmannschaft wirklich?“

Das fragt die neue Biografie „Juri Knorr. Der Spielmacher – die Biografie“ – und gibt Antworten! Das Buch des Sportjournalisten Frank Heike (u. a. FAZ) enthüllt die letzten Geheimnisse des Handball-Superstars. Was hinter seinen langen Haaren steckt – und dass ein Fußball-Bundesligist ihn als Spieler holen wollte!

Lange Haare – so kennen Handball-Fans den 26-Jährigen, der 2025 von den Rhein-Neckar Löwen zu Aalborg in Dänemark gewechselt ist. Im Buch wird der Schlüsselmoment, in dem er sich mit sechs Jahren entschieden hat, seine Haare wachsen zu lassen, so beschrieben: „Ein Erweckungserlebnis folgt im Sommer 2006 – das Sommermärchen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland packt Juri. Fußball, Fußball, Fußball! Panini sammeln, Spiele gucken, Tore im Garten nachstellen – der talentierte Linksfuß lässt die Haare wachsen, weil bei den Italienern so viele coole Typen mit schöner Frisur sind.“

Juri Knorr: Biografie verrät das Geheimnis seiner langen Haare

Was viele nicht wissen: Knorr war ein begnadeter Fußballer, spielte beim HSV von der U12 bis zur U14. Zusammen mit dem späteren Shooting-Star Jann-Fiete Arp (u. a. Bayern, jetzt Odense) und dem heutigen Nationalspieler Josha Vagnoman (VfB Stuttgart). Knorr erinnert sich: „Ich hatte Übersicht, spielte gute Pässe, ein bisschen wie beim Handball.“

Wieso er beim HSV aufhörte und nach Lübeck wechselt, wird im Buch so beschrieben: „Als es darum geht, mit 13 in die Akademie des HSV zu wechseln, lehnt Juri Knorr ab. Druck und Aufwand erscheinen ihm als zu groß. Der HSV stellt auch die Forderung, Juri solle mit dem Handball aufhören und sich voll auf Fußball konzentrieren. Das kommt ihm und Vater Thomas absurd vor. Es ist auch nicht die Art, wie man mit einem jungen Spieler voller Zweifel umgehen sollte. Das Leistungsprinzip treibt wilde Blüten.“

Was kaum einer weiß: Knorrs Fußball-Talent sorgt später dafür, dass es einen Anruf von einem Bundesliga-Boss gibt. Der will ihn unbedingt als Spieler holen!

In der Biografie wird enthüllt: „So meldete sich Frank Baumann bei Thomas Knorr und fragte nach. Baumann, damals Geschäftsführer bei Werder Bremen, baute den Knorrs Brücken, war höflich, vorsichtig, empathisch. Attribute, die auf seine HSV-Pendants nicht zutrafen.“

Und weiter: „Kurz überlegten Vater und Sohn, ob es an der Weser besser sei als an Alster und Elbe. Dann aber kam die volle Hinwendung zum Handball und die Fußballkarriere endete – und Thomas Knorr hört bis heute in seinem sportbegeisterten Freundes- und Bekanntenumfeld die hypothetische Frage, was wohl aus Juri im Profifußball geworden wäre.“

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