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In Italien: Mörder auf Motorrad brach sich bei Flucht den Oberschenkel

In Italien: Mörder auf Motorrad brach sich bei Flucht den Oberschenkel
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Peine (Niedersachsen) – Er entwischte seinem Bewacher, flüchtete mit dem Motorrad über Bayern bis nach Italien. Dort endete seine Flucht jäh: Frauenmörder Benjamin Fricke (42) geriet in einen Verkehrsunfall südlich von Verona, stürzte und brach sich den Oberschenkel. Jetzt liegt der verurteilte Killer in einer italienischen Klinik, bewacht von Polizisten.

Wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte, erlitt Fricke bei dem Unfall eine Oberschenkelfraktur. Die Behörden arbeiten an seiner Rückführung nach Deutschland. Ziel sei es, den Straftäter möglichst schnell auszuliefern, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums.

Politik fordert Antworten

Die spektakuläre Flucht des Mörders beschäftigt inzwischen auch die Politik. Nach Bekanntwerden des Falls beantragte die CDU-Fraktion eine Sondersitzung des Unterausschusses Justizvollzug. Am kommenden Donnerstag soll Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD) dort die Hintergründe der Flucht erläutern.

So gelang dem Mörder die Flucht

Fricke war am Dienstagnachmittag bei einem begleiteten Ausgang in Peine-Vöhrum geflohen. Für den Termin hatte der zu lebenslanger Haft verurteilte Straftäter die Erlaubnis erhalten, seine Mutter in Peine zu besuchen. Dort wollte er unter anderem eine Einbauküche abbauen und an seinem Motorrad schrauben.

Nach BILD-Informationen aß Fricke zunächst gemeinsam mit seiner Mutter zu Mittag. Anschließend ließ ihn sein Bewacher allein zu einer Garage gehen. Offenbar hatte der Mörder genau auf diesen Moment gewartet: In der Garage stand seine schwarz-orangefarbene KTM Duke 200 bereit. Fricke setzte sich auf die Maschine und fuhr davon.

Der Mord an Melanie R.

Benjamin Fricke verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.

Im Oktober 2010 hatte Fricke die damals 23-jährige Melanie R. aus Peine über eine Internetplattform kennengelernt. Unter einer falschen Identität baute er Vertrauen zu der jungen Frau auf und lockte sie schließlich in seine Wohnung. Dort tötete er die 23-Jährige mit zahlreichen Messerstichen. Anschließend verging er sich an der Leiche seines Opfers. Der Fall sorgte weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus für Entsetzen.

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