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In der Sahara entführt: IS-Terroristen lassen verschleppte Frauen frei

In der Sahara entführt: IS-Terroristen lassen verschleppte Frauen frei
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Wien/Bengasi (Libyen) – Sie sind frei! Zwei Frauen aus Österreich und der Schweiz waren im vergangenen Jahr in der Sahara von Terroristen des „Islamischen Staates“ entführt worden. Jetzt wurden sie aus dem Niger nach Libyen ausgeflogen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Österreicherin Eva Gretzmacher (75) war am 11. Januar 2025 aus einem Haus in der nigrischen Wüstenstadt Agadez verschleppt worden, die Schweizerin Claudia Abbt drei Monate später. Offenbar wurden die beiden im Grenzgebiet zwischen Niger und Mali festgehalten. Die Region gilt als Hochburg islamistischer Terrorgruppen.

Befreiung nach fast zwei Jahren Geiselhaft

Nach Monaten ohne Lebenszeichen, Lösegeldforderungen und intensiven diplomatischen Bemühungen gelang schließlich die Freilassung beider Frauen. Wie genau die Rettung zustande kam, ist bislang jedoch nur teilweise bekannt. Wie das Nachrichtenmagazin „Jeune Afrique“ berichtet, sollen die beiden Frauen am Mittwoch gegen 12.30 Uhr in Sebha ein von der Libyschen Nationalarmee (LNA) gechartertes Flugzeug bestiegen haben. Der Flieger brachte sie demnach in die Hafenstadt Bengasi im Nordosten Libyens. Eva Gretzmacher überlebte 648 Tage, Claudia Abbt 555 Tage in der Gewalt des IS. In welchem gesundheitlichen Zustand sich die beiden Frauen befinden, ist nicht bekannt.

Eine offizielle Bestätigung stand zunächst noch aus. Auf BILD-Anfrage teilte das österreichische Bundesministerium für internationale Angelegenheiten am Mittwochabend mit, es gebe ermutigende Hinweise auf eine erfolgreiche Freilassung. Der komplexe Prozess der Übergabe sei jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Laut ORF existiere ein Video, in dem sich die beiden Frauen bei libyschen Vermittlern bedanken.

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