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Hamas-Terrorist bekam Schutz in Deutschland! Anschlag auf Juden?

Hamas-Terrorist bekam Schutz in Deutschland! Anschlag auf Juden?

Berlin - Die Festnahme eines mutmaßlichen Hamas-Terroristen auf Kreta sorgt auch in Deutschland für Alarm. „Wir wissen, dass die Bedrohungslage alltäglich und ständig da ist – auch in diesem Moment“, sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) bei einem Besuch des Bundesamts für Verfassungsschutz in Berlin in der vergangenen Woche.

Während der Minister spricht, beschäftigt viele Sicherheitsbehörden ein brisanter Fall: der Hamas-Auslandsoperateur Yousef M. (37). Der in Kairo geborene Elektriker wird am 6. Juni auf Kreta vom griechischen Geheimdienst festgenommen. Die Ermittler werfen ihm vor, für die Terrororganisation Hamas tätig zu sein. Bei Durchsuchungen sichern die Behörden Mobiltelefone, Computer, Datenträger, Bankkarten und Messgeräte. Besonders brisant: In seiner Athener Wohnung soll ein funktionsfähiges Labor eingerichtet worden sein. Die Ermittler finden Präzisionswaagen. Zudem soll der Verdächtige sprengstoffrelevante Chemikalien bestellt haben. Zuvor werden zwei weitere Hamas-Mitglieder auf Zypern festgenommen. M. steht mit ihnen in Kontakt. Nach Erkenntnissen von Geheimdiensten absolvierten alle drei Verdächtigen eine Terrorausbildung im Gazastreifen.

Hamas-Bomber kennt Deutschland

BILD erfuhr, dass Anschlagsziele in Deutschland möglicherweise im Visier der Terroristen sind. Eine Spur führt nach Baden-Württemberg: Nach BILD-Recherchen kennt Yousef M. Deutschland. Er spricht auch ein wenig Deutsch. Im Oktober 2023 reist M. als Flüchtling nach Griechenland und erhält dort Flüchtlingsschutz. Im November zieht er weiter nach Deutschland. Am 9. Januar 2025 beantragt er hier Asyl. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge will ihn nach Griechenland zurückschicken. Doch das Verwaltungsgericht Sigmaringen sagt Nein. M. darf bleiben. Zu einer Anhörung im deutschen Asylverfahren kommt es jedoch nie. „Weil er nicht zur Anhörung erscheint und nicht mehr auffindbar ist, stellen wir das Verfahren am 5. September 2025 ein“, so ein Mitarbeiter des Asylamts.

Bomben gegen jüdische Ziele

Nach Überzeugung der Ermittler könnten im Hintergrund längst andere Pläne gelaufen sein. Dachte er bereits damals an Bomben-Anschläge auf Juden oder israelische Einrichtungen in Deutschland? Die letzte Unterkunft liegt in Mössingen, 15 Kilometer südlich von Tübingen. Ermittler halten es für möglich, dass er in dieser Zeit ein Hamas-Ausbildungslager im Gazastreifen besucht.

Nach der Terror-Schulung reist er wieder nach Griechenland. Dort arbeitet er als Hausmeister in einem Hotel auf Kreta.

Deutschland ist Operationsgebiet

Wie ernst die Gefahr eingeschätzt wird, zeigen auch Feststellungen deutscher Gerichte. Im Urteil gegen Hamas-Agenten stellte das Berliner Kammergericht Ende März fest, dass die islamistische Terrororganisation auch in Europa operative Maßnahmen durchführt, um mögliche Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen vorzubereiten. Für Sicherheitsexperten ist das ein alarmierendes Signal. Deutschland gilt nach ihrer Einschätzung längst nicht mehr nur als Rückzugsraum der Hamas-Extremisten, sondern zunehmend auch als Operationsgebiet.

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