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Großrazzia in Hamburg: Hier wird ein mutmaßlicher Schleuser abgeführt

Großrazzia in Hamburg: Hier wird ein mutmaßlicher Schleuser abgeführt
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Hamburg – Rotlicht-Razzia! Bewaffnete Polizisten haben am Donnerstagmorgen ein unscheinbares Mehrfamilienhaus in Hamburg-Hamm gestürmt. Kurz darauf wurde ein mutmaßlicher Schleuser (54) festgenommen. Der Italiener soll illegal Prostituierte nach Deutschland geholt, in Apartments zu überteuerten Mieten untergebracht und finanziell abhängig gemacht haben. Gleichzeitig holten Beamte Frauen aus Bordellen und Wohnungen.

Ein unscheinbarer Klinkerbau in einer kleinen Seitenstraße in Hamm, einem Ortsteil nahe dem Zentrum von Hamburg: Die Nachbarn grüßen sich, mehr aber oft auch nicht. Wer hier lebt, lebt ruhig und anonym. Am Donnerstag war es zumindest mit der Ruhe vorbei …

Polizisten griffen gegen 9 Uhr zu. Im Hausflur wurde es laut. Wenig später führten vermummte Beamte einen ebenfalls vermummten Mann ab. Er wurde in einen Streifenwagen gesetzt und weggebracht. Der Vorwurf: Der Mann (54) soll mindestens 100 Frauen aus Südamerika fürs Hamburger Rotlichtmilieu geschleust haben.

Nach BILD-Informationen brachte er die Frauen in angemieteten Apartments, verteilt über die Stadt, unter. Nach BILD-Informationen mussten die Prostituierten für Unterbringung und Freierwerbung monatlich jeweils weit mehr als 1000 Euro an den Schleuser abdrücken.

Während der Mann festgenommen wurde, führte die Polizei auch mehrere Frauen zur Vernehmung ab – unter anderem in Wandsbek. Auch mehrere Bordelle, darunter eins in Borgfelde, wurden durchsucht. Die Bundespolizei war insgesamt mit 250 Beamten im Einsatz.

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