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Friedrich Merz verursacht Chaos in CDU: „Lage ist ernster als zur Zeit der Spendenaffäre“

Friedrich Merz verursacht Chaos in CDU: „Lage ist ernster als zur Zeit der Spendenaffäre“
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Berlin – In der CDU brodelt es gewaltig! Nach Friedrich Merz' Kabinettsumbau fliegen hinter den Kulissen die Fetzen. Führende Christdemokraten rechnen mit dem Kanzler und CDU-Chef ab. Es fallen Worte, die man sonst kaum hört: „schäbig“, „unwürdig“, „unterirdisch“. So beschreiben Parteifreunde laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung (FAZ) den Umgang von Merz mit dem entlassenen Verkehrsminister Patrick Schnieder (58).

Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU-Arbeitnehmerflügels, berichtet sogar von Parteiaustritten im Ruhrgebiet. Seine Warnung in der FAZ ist drastisch: „Die Lage der CDU ist ernster als zur Zeit der Spendenaffäre.“ Besonders brisant: Die Stimmung an der Parteibasis sei schon vor der jüngsten Regierungsumbildung schlecht gewesen.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Minister oder Staatssekretäre. Der Frust sitzt tiefer. Viele Christdemokraten werfen Merz einen Führungsstil vor, der die eigene Partei regelmäßig vor den Kopf stößt. Viele Wahlkämpfer klagten über schlechte Stimmung an der Basis. Die Bundesregierung sei für zahlreiche Kandidaten inzwischen eher Ballast als Hilfe.

Lob für neue Generalsekretärin

Radtke selbst sei erst vergangene Woche mit CDU-Kandidaten für die NRW-Landtagswahl 2027 unterwegs gewesen. Sein Eindruck: In vielen Wahlkreisen liefern sich CDU, SPD und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Seine Sorge: Die Partei lebe vielerorts nur noch von einer immer älter werdenden Stammwählerschaft. Jetzt müsse die CDU aus ihrer Schockstarre herauskommen und die Mitglieder wieder mobilisieren.

Auch die neue Generalsekretärin Franziska Hoppermann (44) steht im Fokus. Für Radtke ist klar: Zunächst müsse sie vor allem zuhören. Dass Merz sie auf den Posten geholt hat, lobt der Vorsitzende der Arbeitnehmervereinigung CDA ausdrücklich.

Dennoch: Der Unmut ist groß – besonders im Osten. Sachsens Innenminister Armin Schuster (65) beklagte, dass Ostdeutschland nach der großen Personalrochade erneut zu kurz komme. Seine Hoffnung auf mehr ostdeutsche Gesichter in der Bundesregierung habe Merz enttäuscht. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fand deutliche Worte: Viele Menschen hätten nur noch den Kopf geschüttelt – „ich auch“, räumte Kretschmer ein.

Offene Revolte im CDU-Vorstand

Mit Tino Sorge (51) verlor zudem ein CDU-Politiker aus Sachsen-Anhalt seinen Posten als Parlamentarischer Staatssekretär. Öffentlich kritisierte er, dass Merz ihn nicht einmal persönlich über seine Entlassung informiert habe. Intern heißt es jedoch, Sorge sei durchaus angerufen worden – allerdings von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48).

Hinter verschlossenen Türen werde laut FAZ inzwischen sogar über die Zeit nach Friedrich Merz gesprochen. Einige Abgeordnete halten demnach einen Wechsel an der Parteispitze nach der NRW-Landtagswahl im Frühjahr 2027 für möglich. Andere schließen nicht einmal einen früheren Sturz des Kanzlers aus. Noch gilt das als unwahrscheinlich. Doch der Druck wächst.

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