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FC Bayern: Eberl spricht über dramatische Notarzt-Szenen um Kompany

FC Bayern: Eberl spricht über dramatische Notarzt-Szenen um Kompany
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München – Große Sorge um Vincent Kompany (40)! Am Freitagnachmittag brach der Trainer des FC Bayern am Rande des U23-Trainings plötzlich zusammen. Sofort rückten Rettungskräfte an, sogar ein Helikopter war vor Ort. Kompany wurde mit einem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Wie dramatisch die Szenen auf dem Bayern-Gelände waren, schilderte Sportvorstand Max Eberl (53) am Samstagvormittag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel in Freiburg. Besonders die jungen Spieler der U23, die den Zusammenbruch ihres Trainers hautnah miterlebten, seien von den Ereignissen mitgenommen gewesen.

Eberl: „Bei der U23 war es so, die haben das ja hautnah mitbekommen am Training. Für 17, 18‑jährige Jungs war das überfordernd und das ist auch nur menschlich. Viele Menschen haben noch keine negativen Erfahrungen gemacht, deswegen konnten wir es zum Glück verschieben.“ Die Partie der Bayern-Reserve wurde nach dem Vorfall verschoben. Das Bundesliga-Spiel der Profis am Sonntag in Freiburg soll dagegen wie geplant stattfinden.

Eberl: „Das zeigt mal wieder, dass Fußball nicht das Wichtigste im Leben ist“

Immerhin gibt es inzwischen positive Nachrichten zum Gesundheitszustand von Kompany. Eberl gleich zu Beginn der Pressekonferenz: „Also erstmal die gute Nachricht: Er ist stabil. Er hat gestern Abend auch gesprochen, auch mit seiner Frau. War für uns alle auch kein schöner Moment, er ist zusammengebrochen, ist ins Krankenhaus gekommen. Und wir da auch noch ein paar Tage bleiben. Das zeigt mal wieder, dass Fußball nicht das Wichtigste im Leben ist. Wir als Bayern München stehen zusammen. Weil das Wichtigste ist, dass bei Vinnie die Ursache gefunden wird, dass er gesund wird und erst dann wieder zurückkommen kann. Das wird die größte Aufgabe sein, ihn auch ein Stück weit vor sich selbst zu schützen.“

Kompany wird also zunächst weiter im Krankenhaus bleiben. Wann der Belgier auf die Trainerbank zurückkehren kann, ist noch offen. Sein Assistent Aaron Danks (43), der die Mannschaft vorerst betreuen wird, berichtete ebenfalls von einem persönlichen Gespräch mit dem Bayern-Coach. Danks: „Ich habe letzten Abend mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass wir keine Fußball-Konversation führen werden. Ich wollte nur wissen, wie es ihm geht. Wir kümmern uns um alles.“

Hätte Kompany bereits gegen Arsenal pausieren müssen? Diese Frage kam auf der Pressekonferenz ebenfalls auf. Hintergrund: Der Bayern-Trainer war zuletzt durch einen Virus geschwächt gewesen, hatte beim Champions-League-Spiel gegen Arsenal aber wieder an der Seitenlinie gestanden. Eberl deutlich: „Klar, jetzt muss man versuchen, irgendwo was zu finden. Fakt ist: Wir schützen unseren Trainer, wo wir können. Wenn ein Trainer sagt, er fühlt sich bereit, etwas zu tun. Dann können wir ihm das nicht nicht erlauben. Wir haben ihn schon zwei Tage vor dem Arsenal-Spiel zurückgehalten, weil wir von dem Virus wussten. Er war aber gut erholt und dann ist es schwierig, ihn zurückzuhalten. Er fühlte sich gut. Aber dann ist das jetzt passiert. Vinnie will einfach machen und tun. Das ist vielleicht in unserer Gesellschaft ein Stück weit verloren gegangen, aber Vinnie ist noch so ein Typ. Es gibt so einen schönen Spruch: Wenn die leisesten Zeichen deines Körpers nicht gehört werden, dann schreit er irgendwann. Und das tut er leider jetzt.“

Für den FC Bayern ist der Zusammenbruch des Trainers der nächste schwere Moment innerhalb weniger Tage. Neben der Situation um Jamal Musiala belastet auch ein Todesfall in der Familie von Joshua Kimmich die Mannschaft. Der Nationalspieler wird deshalb auch in Freiburg fehlen. Eine Verschiebung der Bundesliga-Partie stand laut Eberl dennoch nicht zur Debatte.

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