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Erzieherin quälte Kleinkinder: Kita-Horror in der „Seepferdchen-Gruppe“

Erzieherin quälte Kleinkinder: Kita-Horror in der „Seepferdchen-Gruppe“
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München – Der Besuch im Kindergarten soll den Kleinen Spaß machen, sie sollen dort fürs Leben lernen und Abenteuer erleben. Für die Jungen und Mädchen der „Seepferdchen-Gruppe“ war der Tag in der Kita jedoch blankes Grauen. Mehr als ein Jahr wurden die Kleinkinder von ihrer Erzieherin gequält, konnten sich nicht wehren. Am Montag fand der Prozess gegen die Pädagogin statt und die Angeklagte war plötzlich ganz kleinlaut.

Die Staatsanwaltschaft warf Zlatka T. (58) Misshandlung von Schutzbefohlenen in elf Fällen vor. Im Leitbild der Kita, die unter anderem in ganz München mehrere Einrichtungen betreibt, heißt es: „Jedes Kind habe das Recht auf beste Betreuung, Erziehung und Bildung. Diese Verantwortung nehmen wir ernst.“ Doch Zlatka T. hatte ganz andere Erziehungsmethoden für ihre Schützlinge.

Erzieherin hatte rassistische Motive

Laut Anklage misshandelte die 58-Jährige die wehrlosen Kinder (1 bis 3 Jahre) aus der „Seepferdchen-Gruppe“ seelisch und körperlich. Das erschreckende Motiv: Die gebürtige Bulgarin hegte offenbar eine Abneigung gegen einige Kinder, „wegen deren Herkunft“ oder weil sie „nicht gut genug Deutsch sprachen“.

Zlatka T. schlug die Kleinen laut Anklage regelmäßig, riss ihnen an den Haaren oder demütigte sie. Einem Kind drückte sie einen Bodenputzlappen ins Gesicht. Sie zwang die Kinder, ihre eingenässte Kleidung weiterzutragen, schleuderte sie brutal zu Boden und verweigerte ihnen Essen. Zu einem 2-Jährigen sagte die Angeklagte: „Ich töte dich.“

Vater eines gequälten Mädchens macht sich Vorwürfe

Der Vater eines gequälten Mädchens sagte vor Gericht aus: „Ich mache mir Vorwürfe, dass ich meine Tochter da jeden Tag hingebracht habe.“ Das Kind litt an schweren Schlafstörungen. Die Pädagogin ließ über ihre Anwältin ein Geständnis verlesen und entschuldigte sich im Prozess: „Ich bereue sehr, was ich gemacht habe. Ich werde es mir nicht verzeihen.“

Das Verhalten von Zlatka T. wurde mehrfach von Kolleginnen an die Kita-Leitung gemeldet. Zunächst ohne Folgen. Als sich die Vorwürfe im Sommer 2025 häuften und der Betreiber davon erfuhr, wurde T. sofort suspendiert, erklärt der Träger der Einrichtung.

Kind musste vom Boden essen

Im Prozess kamen weitere schockierende Fälle zur Sprache. Die Staatsanwaltschaft verfolgte diese jedoch nicht weiter. Eine Mutter erzählte gegenüber BILD: „Mein Sohn wurde wie ein Hund behandelt, er wurde geschlagen, an eine Leine gelegt, musste vom Boden essen.“ Gegen drei weitere Erzieher wurde ermittelt, die Verfahren wurden jedoch eingestellt.

Gegen die frühere Leiterin der Kita wurde Anklage erhoben – das Verfahren jedoch gegen eine Geldauflage von 3000 Euro eingestellt. Zlatka T. hingegen wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Sie muss 5000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen. Ihren Beruf als Erzieherin darf sie drei Jahre lang nicht mehr ausüben. Das Urteil ist rechtskräftig.

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