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Deutsche Jäger kämpfen gegen Nager-Invasion

Deutsche Jäger kämpfen gegen Nager-Invasion
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Die Jagd auf Nutrias, auch als Biberratten bekannt, hat in Deutschland drastisch zugenommen. Laut dem Deutschen Jagdverband (DJV) wurden in der Jagdsaison 2024/2025 ganze 131.157 dieser Nagetiere erlegt. Das sind 14.500 mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu vor 20 Jahren beläuft sich der Anstieg sogar auf unfassbare 1.700 Prozent!

Warum die Biberratten gejagt werden

Nutrias stammen ursprünglich aus Südamerika und gelten als invasive Art. Sie haben in Deutschland also keine natürlichen Fressfeinde. „Die Nutria breitet sich immer weiter aus in Deutschland. Wir sind verpflichtet, den Bestand einzudämmen“, sagt DJV-Sprecher Torsten Reinwald (54) zu BILD. Denn die Tiere zerstören Schilfgürtel und gefährden dadurch viele Vogel-, Fisch- und Amphibienarten. Zusätzlich untergraben sie Deichanlagen, was den Hochwasserschutz in Mitleidenschaft zieht.

Wo die meisten Nutrias erlegt wurden

Im vergangenen Jahr war Niedersachsen Spitzenreiter mit rund 54.000 erlegten Nutrias. Dicht dahinter folgt Nordrhein-Westfalen mit über 41.000 erlegten Tieren. Diese Regionen bieten durch das Norddeutsche Tiefland und Flüsse wie Rhein, Weser, Ems und Elbe ideale Lebensbedingungen für die Nager.

Schleswig-Holstein erlegte in dieser Zeit 7352 Nutrias, während Sachsen-Anhalt mit 7019 Nagetieren knapp dahinter lag. In Baden-Württemberg gab es mit 4765 getöteten Nutrias einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (4809). In den Stadtstaaten wurden in Bremen 3593 und in Hamburg 3510 Nutrias erlegt, während Berlin lediglich neun Tiere meldete.

In Brandenburg wurden 2575 Nutrias getötet, in Hessen waren es 1874. Rheinland-Pfalz verzeichnete 982 erlegte Nager, das Saarland 140 und Thüringen zählte 20 getötete Biberratten. DJV-Sprecher Reinwald: „Die Jagd auf diese Tiere bleibt eine Herausforderung, um das ökologische Gleichgewicht zu wahren.“

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