Sie ist eine echte Sandkönigin und zählt zu Deutschlands erfolgreichsten Sportlerinnen im Beachvolleyball. Karla Borger (37) ist Vize-Weltmeisterin (2013), zweifache deutsche Meisterin (2014 und 2019) und zweifache Olympia-Teilnehmerin (2016 und 2021). Vor zwei Monaten beendete auch Karla ihre aktive Laufbahn. Jetzt blickt sie auf ihre Karriere zurück – auch auf unschöne Erlebnisse.
Im Fokus: die oft knappen Bekleidungen der Spielerinnen. Borger erinnert sich im Podcast „Behind the Athletes“ an ein Turnier in Südkorea: „Ich habe noch nie so viele Kameras bei Zuschauern beim Beachvolleyball gesehen. Die haben auch so unter die Dusche reinfotografiert und so. Wir hatten neben den Feldern eine kleine Kabine. Du ziehst dich ja nicht aus, aber spülst dich so ein bisschen ab. Und da haben die von unten rein ... Da ist dann auch gleich jemand gekommen und hat die weggescheucht. Aber das gab es alles.“
Borger bekam Anfragen für ihre Bikinihose
Eine unfassbare Geschichte – aber damit nicht genug. Borger: „Du kriegst auch Anfragen, dass jemand deine Bikinihose kaufen möchte. Ich wurde tatsächlich auch gefragt, ob ich meine Socken verkaufen will. Ich so: Nein!“ Und weiter über das übergriffige Verhalten: „Ich weiß nicht, wie seriös die Anfrage war, aber ich habe nicht weiter nachgefragt.“
Früher gab es strikte Vorgaben für die Beachvolleyball-Kleidung. Bei Spielerinnen durften die Seiten der Bikinihosen nicht breiter als 7 Zentimeter sein. Nach viel Kritik wurden die Vorschriften inzwischen gelockert. Borger, die ihre Karriere in der Halle begann, sagt: „Als Hallenvolleyballerin habe ich mich anfangs immer sehr nackt gefühlt. Wenn du aber in Rio stehst und es ultrawarm ist, bist du froh, wenn du wenig anhast. Da willst du ja dann auch gar nicht, dass alles nass wird. Es ist Arbeitskleidung. Aber es gab damals schon viele Situationen, die ich ultra-strange fand.“