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Das riecht nach Krawall-Demos: Douglas macht Samstag 12 Filialen dicht

Das riecht nach Krawall-Demos: Douglas macht Samstag 12 Filialen dicht
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Düsseldorf – Die Sorge vor möglichen Krawallen an Halloween wächst. Jetzt zieht sogar „Douglas“ Konsequenzen: Die Parfümerie-Kette lässt am Samstag vorsorglich zwölf Filialen geschlossen. Hintergrund ist der für den 31. Oktober angekündigte bundesweite Jugendprotest für mehr Investitionen in Bildung, bezahlbares Wohnen, soziale Sicherheit und gegen die Wehrpflicht.

Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind nach aktuellem Stand Aktionen in 23 deutschen Städten geplant. Douglas geht angesichts der unklaren Lage auf Nummer sicher. Zwölf besonders exponierte Filialen bleiben am 31. Oktober geschlossen. „Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden hat für uns höchste Priorität“, erklärt eine Sprecherin. Auf Grundlage einer Risikobewertung habe Douglas deshalb vorsorgliche Maßnahmen beschlossen.

Welche zwölf der bundesweit 347 Filialen betroffen sind, verrät das Unternehmen nicht. Auch zu zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen macht Douglas „aus Sicherheitsgründen“ keine näheren Angaben. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen hofft die Parfümerie-Kette, dass es ruhig bleibt: „Grundsätzlich hoffen wir auf einen friedlichen Verlauf der angekündigten Demonstrationen.“

Sicherheitsbehörden befürchten, dass die Schülerproteste aus dem Ruder laufen könnten. Bund und Länder beobachten die Mobilisierung und Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Hintergrund sind auch die gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich und Italien.

Die Organisatoren selbst betonen dagegen, dass ihre Demonstrationen friedlich bleiben sollen, und distanzieren sich ausdrücklich von Gewalt. Wie viele Menschen am Samstag tatsächlich auf die Straße gehen werden, ist noch völlig offen. In Hannover standen beispielsweise rund 1900 Online-Zusagen einer bei der Anmeldung genannten Teilnehmerzahl im mittleren zweistelligen Bereich gegenüber.

Polizei bereitet sich auf mögliche Ausschreitungen vor

Sicherheitsbehörden beschäftigen sich vor allem mit möglichen Störern, die die Jugendproteste für eigene Zwecke nutzen könnten. Die Berliner Polizei erklärte, genau hinschauen zu wollen, „wer lediglich die Kulisse von Halloween nutzen will für eigene Interessen“. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte vor einer Eskalation nach französischem Vorbild. Genannt werden als Protestorte unter anderem Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, München, Nürnberg und Augsburg.

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