Kriegschroniken

Das Politikteil / Ukraine:»Leute, die Wohnungen suchen und Familie gründen. Das gibt Hoffnung.«

Das Politikteil / Ukraine:»Leute, die Wohnungen suchen und Familie gründen. Das gibt Hoffnung.«

Entlassungen, Korruption, Proteste einerseits – militärische Erfolge und Hoffnung andererseits: Im fünften Kriegssommer ist die Lage in der Ukraine komplex. Während sich in der Regierung Wolodymyr Selenskyjs ein heftiger Machtkampf abspielt, gelingt der ukrainischen Armee etwas, was ihr vor einem Jahr niemand zugetraut hätte: wirkungsvolle Militärschläge tief im russischen Hinterland. Gleichzeitig intensiviert Russland seine Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw. Zudem belastet ein Korruptionsskandal um einen engen Selenskyj-Vertrauten die Regierung. Was bedeutet das für den Präsidenten – und was für die Stimmung in der ukrainischen Gesellschaft?

In der neuen Folge von sprechen Ileana Grabitz und Peter Dausend mit Olivia Kortas, der Ukraine-Korrespondentin der ZEIT, über die Lage im fünften Kriegsjahr. Kortas beschreibt eine widersprüchliche Stimmung im Land. Einerseits schöpften die Ukrainer Hoffnung aus den militärischen Erfolgen und der »brennenden russischen Kriegskasse«. Andererseits sei da das Wissen: »Die besetzten Gebiete befreien? Diese Illusion hat keiner mehr.«

Im Podcast erklärt Kortas, warum ausgerechnet der 35-jährige Mychajlo Fedorow trotz seiner beachtlichen Erfolge als Verteidigungsminister entlassen wurde, wie die Ukrainer mittlerweile auf Selenskyj blicken – und warum ihnen die anstehenden Wahlen bei den europäischen Verbündeten Sorge bereiten. 

Im Podcast  sprechen wir jede Woche über das, was Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören. 

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