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CDU-Politiker Reddig: Rettet dieser Renten-Rebell plötzlich Merz?

CDU-Politiker Reddig: Rettet dieser Renten-Rebell plötzlich Merz?
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Berlin – Sein Widerstand kostete Friedrich Merz (70) beinahe die Kanzlerschaft, nun könnte er dem Krisen-Kanzler zum Befreiungsschlag verhelfen: Wird der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig (31) vom Renten-Rebell zum Renten-Retter?

Im Dezember führte Reddig als Chef der Jungen Gruppe der Unionsfraktion gemeinsam mit Junge-Union-Chef Johannes Winkel (34) den Aufstand gegen das teure Rentenpaket der Bundesregierung an. Später wurde bekannt, dass Merz so verzweifelt war, dass er sogar eine Vertrauensfrage in Erwägung zog.

„Da war er nicht so gut auf uns zu sprechen“

Jetzt hat Reddig als Teil der Rentenkommission ein Reformpaket vorgestellt, dem Kanzler Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas (58, SPD) fast schon euphorisch zugestimmt haben – und das unter Experten als Schritt in die richtige Richtung gelobt wird. Es wäre die erste Großreform der schwarz-roten Koalition. Und ein erster Großerfolg für Merz, der mit dramatisch schlechten Umfragewerten zu kämpfen hat.

Im Podcast von BILD-Vize Paul Ronzheimer erzählt Reddig, dass sein Verhältnis zu Merz nach der Renten-Rebellion im Dezember äußerst kompliziert war: „Da war er nicht so gut auf uns zu sprechen.“

Sogar eine Aussprache der beiden war nötig: „Wir hatten auf jeden Fall Gespräche“, so Reddig: Sie hatten „auch ein Gespräch, wo wir gemeinsam vor allem über die Zukunft gesprochen haben und das, was wir jetzt auch in der Koalition liefern müssen“. Auf die Wunden aus der Vergangenheit sei man eher nicht eingegangen …

Nun sei das Verhältnis zu Kanzler Merz „gut“, so der CDU-Abgeordnete. „Er hat ja auch unsere Vorschläge jetzt heute sehr positiv bewertet – und ich glaube, er sieht auch, dass wir vor allem wollen, dass diese Kanzlerschaft erfolgreich wird.“

Reddig gibt zu, dass er nicht an den Erfolg der Rentenkommission glaubte: „Mein erster Eindruck damals war: Ich glaube eigentlich gar nicht daran, dass die Kommission jetzt das liefern kann, was die Politik bislang nicht geschafft hat. Ich muss jetzt meine Meinung revidieren, aber das war damals mein erstes Gefühl.“

„Es kann eine Chance zu einem Befreiungsschlag sein“

Klar sei, dass der Bericht allein noch kein Erfolg für die Regierung sei: „Es kann auf jeden Fall eine Chance zu einem Befreiungsschlag sein. Wir müssen sie aber jetzt auch nutzen.“ Reddig fordert einen straffen Zeitplan: Die Reform müsse „so schnell wie möglich“ umgesetzt werden. „Das Ziel ist, dass wir am besten noch vor der Sommerpause im Kabinett einen Beschluss fassen können zu ersten Maßnahmen.“ Dann könne auch das Gesetzgebungsverfahren im Bundestag beginnen.

Am Erfolg der Reform hänge das gesamte Bild der politischen Mitte in Deutschland, glaubt der junge Bundestagsabgeordnete. Sein Appell an die Reformkritiker aus den Gewerkschaften lautet: „Es müssen sich in der aktuellen Zeit nicht nur die Politiker (…) die Frage stellen: Wollen wir dazu beitragen, dass wir Lösungen finden, dass wir es irgendwann hinbekommen in der politischen Mitte? Oder wollen wir dieses Narrativ, das bei ganz vielen Menschen mittlerweile angekommen ist: Die kriegen es sowieso nicht hin. Wollen wir das weiter bedienen? Die Frage müssen am Ende auch die Gewerkschaften beantworten.“

Doch nicht nur DGB-Chefin Yasmin Fahimi (58) stellte sich gegen Teile des Rentenkommissions-Berichts, sondern auch die mächtige SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, Meck-Pomm). Damit ist klar, dass der Befreiungsschlag noch lange nicht geschafft ist.

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