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Arzt spricht von „Behandlungsfehler“: Zähne gezogen statt Knöchel operiert

Arzt spricht von „Behandlungsfehler“: Zähne gezogen statt Knöchel operiert
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Saint-Martin-Boulogne (Frankreich) – Autsch! Wie konnte das passieren? Eine 17-jährige Französin sollte am Knöchel operiert werden. Doch als sie aus der Narkose aufwachte, erlebte sie einen Schock: Statt ihren Fuß zu operieren, hatte der Chirurg ihr alle Weisheitszähne gezogen. Der Arzt sprach von einem „Behandlungsfehler“, die Familie reichte Klage ein.

Die Schülerin begab sich am 10. Juli mit ihrer Mutter in die Privatklinik Centre MCO Côte d’Opale in Saint-Martin-Boulogne (Frankreich). Die Operation am Knöchel war lange geplant, die Beschwerden plagten die junge Frau im Alltag. Bei der Aufnahme in die Klinik lief alles nach Plan: Die Patientin bekam ein Armband, nach kurzer Wartezeit holte ein Chirurg sie ab. Die Mutter blieb im Wartezimmer zurück.

Fatale Verwechslung mit anderer Patientin

Doch dann kam es zu einer fatalen Verwechslung mit einer anderen Patientin! Nach einer Weile kehrte der Arzt zu der Mutter zurück und gestand: „Es tut mir leid, uns ist ein Behandlungsfehler passiert. Wir entschuldigen uns aufrichtig.“ Laut Medienberichten hatte der Chirurg, der eigentlich Zahnarzt ist, der Patientin alle vier Weisheitszähne entfernt.

„Als ich meine Tochter im Aufwachraum besuchte, brach ich in Tränen aus“, berichtete die Mutter der französischen Tageszeitung „La Voix du Nord“. Als ihre Tochter aus der Narkose erwachte, versuchte sie, ihren Fuß zu bewegen – was mühelos gelang. Doch dann fühlte sie Wattebäusche im Mund. „Sie stand unter Schock“, so die Mutter.

Familie reicht Klage ein

Der Chirurg sei später noch einmal zurückgekommen, um sich erneut zu entschuldigen. „Ich sagte ihm, ich wolle ihn nie wiedersehen.“ Knapp zwei Wochen nach dem Vorfall ist die Mutter noch immer wütend. Denn die Folgen der OP hätten viel schlimmer sein können, da die Narkose für ein anderes Mädchen vorbereitet worden war. „Dadurch bestanden erhebliche Risiken. Solche Fehler dürfen nicht passieren“, sagte sie. Wann ihre Tochter den Eingriff am Knöchel nachholen lässt, ist ungewiss. „Das Vertrauen ist zerstört. Es wird einige Zeit dauern, bis sie wieder bereit ist, ins Krankenhaus zu gehen.“ Wegen der ärztlichen Fahrlässigkeit hat die Familie Klage eingereicht.

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